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Fachtag für Lehrerinnen und Lehrer des islamischen und evangelischen Religionsunterrichts (auch für interessierte Studierende) – 03.04.2020

Fachtag für Lehrerinnen und Lehrer des islamischen und evangelischen Religionsunterrichts (auch für interessierte Studierende)

Normativer Gehalt der theologischen Traditionen (Christentum / Islam) – Verbindlichkeiten zwischen religiöser Norm und Selbstbestimmung

Datum: 03.04.2020
Ort: Pädagogisch-Theologisches Zentrum Stuttgart, Grüninger Str. 25 (Haus Birkach) – 70599 Stuttgart

Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldungen bis 16. März 2020 an silke.wolfram@elk-wue.de

Fahrkostenzuschüsse sind vorgesehen!
Organisation: J.Prof. Dr. Fahimah Ulfat (Universität Tübingen), Joachim Ruopp (PTZ)

Die sogenannten Normenverse bezeichnen Koranverse, denen traditionell ein normativer Gehalt nachgesagt wird. Diese Verse bilden in der islamischen Auslegungsgeschichte den Kernkorpus für die Ableitung normativer Aussagen, die bis heute die islamische Kultur bzw. die Glaubensinhalte, Einstellungen und Handlungen von Muslim*innen prägen. Eine Reihe von Normenversen, insbesondere die, die Geschlechterdifferenz, Legitimation von Gewalt oder Umgang mit Andersgläubigen zum Gegenstand haben, stellen muslimische Religionslehrkräfte vor enorme Herausforderungen. Auf diesem Fachtag wollen wir den normativen Gehalt der theologischen Tradition im Spannungsfeld zwischen der religiösen Norm und der Selbstbestimmung des Menschen diskutieren.
Dazu treten wir auch in ein interreligiöses Gespräch zwischen muslimischen und evangelischen Perspektiven. Von der Reformation und der Aufklärung her hat sich in der evangelisch-theologischen Tradition ein differenzierter Umgang mit normativen Aussagen der Bibel etabliert. Ethik wird hier von grundlegenden Zentralgedanken wie z.B. der Nächstenliebe her entwickelt, während konkrete biblische Normen als zeitgebunden historisch relativiert werden. Ein Bedenken der Stärken und Grenzen dieses Vorgehens wird unseren Blick auch auf die grundsätzlichere Frage nach dem Stellenwert der Heiligen Schrift und dem Umgang mit ihr lenken.

 

EIN KOOPERATIONSPROJEKT DES PÄDAGOGISCH-THEOLOGISCHEN ZENTRUMS STUTTGART MIT DER LONGTERM-FORSCHUNGSGRUPPE „NORMATIVITÄT DES KORANS IM ZEICHEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS“. DIE LONGTERM-FORSCHUNGSGRUPPE ‚NORMATIVITÄT DES KORANS IM ZEICHEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS‘ IST EIN PROJEKT DER AKADEMIE FÜR ISLAM IN WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT (AIWG) AN DER GOETHE-UNIVERSITÄT FRANKFURT, DURCH-GEFÜHRT AN DER FRIEDRICH-ALEXANDER-UNIVERSITÄT ERLANGEN-NÜRNBERG UND EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN