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Publikationen

Maha El Kaisy-Friemuth, Reza Hajatpour und Mohammed Abel Rahem: Rationalität in der Islamischen Theologie, De Gryuter 2019.

Das Verhältnis zwischen Vernunft und Offenbarung ist seit den Anfängen des Islams Thema muslimischer Gelehrsamkeit. Religiöse Wissenschaften, wie Hadith, Koranwissenschaften und Fiqh nahmen sich dieser Debatte frühzeitig an. Der vorliegende Sammelband zeigt die Wichtigkeit eines rationalen Umganges mit geoffenbarten Texten. Die Beiträge beschäftigen sich mit den Argumenten der Muʿtaziliten, Aschʿariten und Māturīditen und ihrem rationalen Ansatz der Koran- und Hadith Interpretation.

Moderne Denker haben sich bei ihren Reformdiskussionen von deren nach wie vor gültigen Argumenten inspirieren lassen.

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Abbas Poya (Hrsg.): Sharia and Justice, 2018.

This book deals with the question of the relationship between Sharia and justice. Is the Sharia just or it is oriented towards justice — or is the Sharia the normative order of Islam and something quite apart from the question of justice. Then comes the issue of the Sharia in Western countries — how should a secular state treat some Muslim practices, like wearing the hijab to and from school or work? These questions are just some of those discussed by experts in this volume. In principle, the first normative source of Islam, the Qur’an, orders justice and fair conduct (Rohe). At the same time, an analysis of the concept of justice in the classical age of Islam (Ahmed and Poya) shows that were existed an ambivalent understanding of this concept. The relationship of the idea of justice in Islam to political questions (Ende), to war (Poya), and to modern reform (Mir-Hosseini), again confirms how important the concept is for a critical reflection on traditional assumptions and existing circumstances. The discussion on the hijab in Western countries (Ladwig) shows paradigmatically how justice can regulate the relationship between the secular state and the Sharia. The essays in this volume endeavor to show that the debate on justice, in Islam as well, is an expression of an underlying tension between the perception of an order as a just on the one hand, and the feeling of injustice under the same order on the other. The essays in this volume confirm essentially that justice should be understood as a concept subject to a perpetual reexamination according to changing times and circumstances.

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Mohammed Nekroumi: Tugend und Gemeinwohl. Grundzüge hermeneutischen Denkens in  der postklassischen koranischen Ethik am Beispiel der maqāṣid-Theorie von aš-Šāṭibī, 2018.

 Die moderne Debatte um Bedeutung und Anliegen des Begriffs šarīʿa ging seit Beginn des 20. Jahrhundert mit der Frage nach Beständigkeit, Allgemeingültigkeit und Wandelbarkeit koranischer Moralnormativität einher. Während sich eine Vielzahl unsystematischer populärwissenschaftlicher Erklärungsansätze mit der vermeintlichen Krise islamischer Moralität beschäftigten, blieb der theologisch-akademische Diskurs zu den grundliegenden zeitgenössischen Fragen islamischer Ethik weitgehend unterentwickelt, mit der Begründung, er sei angesichts der Bildungsferne des muslimischen Empfängers nicht kommunikabel. Und bis heute findet man kaum Studien, die sich ideengeschichtlich und epistemologisch mit Blick auf die ganze Bedeutungstiefe islamisch-ethischer Begriffe und den Wandel des normativen Konzepts der šarīʿa in den unterschiedlichen Epochen der islamischen Geistesgeschichte befassen.
Ausgehend von einer erkenntnistheoretischen Auseinandersetzung mit der Ethiktheorie der sogenannten maqāṣid, die die Ziele der šarīʿa bzw. die Intentionen des Gesetzgebers zum Gegenstand hat, unternimmt Mohammed Nekroumi einen Rekonstruktionsversuch zur Verhältnisbestimmung zwischen islamischer Moralität und Ethikfragen der Moderne wie Gewissen, Freiheit, Verantwortlichkeit, Tugend oder Glückseligkeit. Im Mittelpunkt der theologisch-hermeneutischen Reflexion steht dabei das Werk des andalusischen Universalgelehrten Abū Isḥāq Ibrāhīm ibn Mūsā aš-Šāṭibī (gest. 790/1388), das die Blütezeit und die epistemologische Reife der islamischen theologischen Ethik kennzeichnet.
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Reza Hajatpour: Sufismus und Theologie – Grenze und Grenzüberschreitung in der islamischen Glaubensdeutung. Karl Alber Verlag, Freiburg 2017.

Die islamische Mystik hebt die spirituelle Kraft des Glaubens für eine friedliche und solidarische Beziehung zum Mitmenschen und der Umwelt hervor. Sie entfernt sich zwar nicht vom Koran und den prophetischen Lehren vom Glauben, definiert jedoch ihre Verbindung mit Offenbarung, Prophetie und Religionsgesetz neu. Heil und Glückseligkeit hängen nach mystischer Auffassung weniger von Dogmen und Religionsgesetzen ab, vielmehr spielen die Suche nach der Wahrheit und die Einkehr in die Unendlichkeit und Innerlichkeit bzw. Unmittelbarkeit eine entscheidende Rolle. Das Ziel des Buches ist die Thematisierung wichtiger Gesichtspunkte mystischer Theologie. Die Untersuchung soll vor allem auf die Lehr- und Verständnisansätze der sufischen Darlegung der Glaubensinhalte eingehen. Auch beleuchtet sie die Kontroversen zwischen der apologetischen und dogmatischen Auslegung der Glaubensinhalte und den Grenzüberschreitungen einer islamisch-mystischen Theologie. Darüber hinaus soll eine mystische Theologie entworfen werden, die eine Sinnerweiterung der theologischen Herangehensweise an Glaubensinhalte ermöglicht.

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Abbas Poya (Hrsg.): Koranexegese als »Mix and Match«. Zur Diversität aktueller Diskurse in der tafsir-Wissenschaft, 2017.

Der im August 2017 erschienene Sammelband bekräftigt, dass die Beschäftigung mit dem Koran nicht nur ein zentrales Interesse muslimischer Gelehrsamkeit ist, sie ist auch wichtig, um die geistig-religiösen Hintergründe der verschiedenen – fundamentalistischen, liberalen, traditionellen oder modernen – Positionen im Islam zu verstehen.

Dieser Band diskutiert texthermeneutische Zugänge aus verschiedenen Regionen des Islam – von der Türkei über Ägypten, Syrien, den Iran bis hin zu Indien. Die Beiträge konturieren die Koranexegese als eine Mix-and-Match-Hermeneutik, an der verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Erkenntnisinteressen, methodischen Ansätzen und Lebenserfahrungen beteiligt sind. Auf diese Weise wird die Pluralität im islamischen Denken und Handeln als selbstverständlich erachtet und u.a. in den unterschiedlichen Zugängen zum Koran begründet.

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Karl Raimund Popper (Autor), Abbas Poya (Übersetzer): دموکراسی و مسؤولیت روشنفکری (Demokratie und intellektuelle Verantwortung), Kabul 2017.

Im Rahmen seines Arbeitsschwerpunktes „Kulturen übersetzen“ hat Abbas Poya vier Aufsätze des Philosophen der „Offenen Gesellschaft“, Karl. R. Popper, ins Farsi übertragen. Die vier Aufsätze sind – zusammengefasst in einem Band mit dem Titel Demukrasi va Masʾuleyyat-e Rouschanfekri (Demokratie und intellektuelle Verantwortung) – vor kurzem in Kabul erschienen. Sie stammen aus Poppers letztem Werk „Alles Leben ist Problemlösen“. Übersetzt wurden die Texte „Zur Theorie der Demokratie“, „Bemerkungen zur Theorie und Praxis des demokratischen Staats“, „Freiheit und intellektuelle Verantwortung“ und „Gegen den Zynismus in der Interpretation der Geschichte“. Poya hofft, dass der Band die Diskussionen in der afghanischen Gesellschaft, die jahrzehntelang unter linker Diktatur, Bürgerkrieg und religiösem Fanatismus gelitten hat und zurzeit die ersten unsicheren Schritte in Richtung Demokratie geht, bereichern kann. Er kann auch den in der europäischen Diaspora lebenden Farsisprechenden grundlegende Gedanken zur Demokratie nahebringen.


Abbas Poya, Farid Suleiman (Hrsg.): Unity and Diversity in Contemporary Muslim Thought. Cambridge Scholars Publishing, 2017.

Alle Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln Aspekte des zeitgenössischen muslimischen Denkens und wurden von Wissenschaftlern verfasst, die entweder einen theologischen, einen islamwissenschaftlichen oder einen politikwissenschaftlichen Hintergrund haben. Der inhaltliche Rahmen des Bandes wurde durch zwei Vorgaben eingegrenzt: So sollte zum einen jeder Beitrag Aspekte des Denkens eines/r nach dem Jahr 1950 aktiv tätigen muslimischen Theologen/in oder aber einer heute relevanten muslimischen Strömung thematisieren. Zum anderen sollte bei der Untersuchung auch die gegenseitige Abhängigkeit zwischen theologischen Debatten und dem größeren Kontext, in welchem sie stattfinden, beleuchtet werden.  Ihr gemeinsamer Nenner besteht darin, dass sie über die ununterbrochene Pluralität in der muslimischen Theologie Zeugnis ablegen. Der vorliegende Band sollte vor allem für Studenten und Forscher innerhalb des Bereichs der Islamischen Theologie und der Islamwissenschaft von Interesse sein, aber auch für alle, die einen Einblick in die jüngere Ideengeschichte des muslimischen Denkens erhalten wollen.

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Maha El Kaisy-Friemuth and Mark Beaumont:  Al-Radd al-jamīl: A Fitting Refutation of the Divinity of Jesus, Brill, 2016.

This is a 12-century text attributed to al-Ghazali. We are presenting here a new critical edition of the test and the first translation into English. We offer also a very long introduction which deals with: the problem around the authorship, the context of the text, locating it within the polemical writings and summary and evaluation of the text.

 

 

 


Buchcover in Gelb- und BrauntönenAbbas Poya: Denken jenseits von Dichotomien. Iranisch-religiöse Diskurse im postkolonialen Kontext, transcript 2014.

In den bisherigen Forschungen zu »muslimischen« Denkerinnen und Denkern sind die
dichotomisch verwendeten Begriffe »Moderne« und »Islam« zentral. Dabei wird »Moderne« meist mit »westlich«, »säkular«, »reformerisch« und neuerdings »global« gleichgesetzt – und »Islam« mit »orientalisch«, »religiös«, »traditionell« und »partikular«.

Abbas Poya nimmt einen Wechsel der »Erzählperspektive« vor: Anhand von vier gegenwärtig wichtigen iranischen Autoren – Al-e Ahmad, Shari’ati, Sorush und Malekyan – untersucht er den Transformationsprozess in den heutigen islamisch-intellektuellen Diskursen im Lichte global vorherrschender postkolonialer Zustände und zeigt, dass ihre Gedankengänge durch die sogenannten islamischen/orientalischen Ideen ebenso geformt worden sind wie durch die vermeintlichen säkularen/westlichen Vorstellungen.

 

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Buchcover mit weißer Schrift und grünem und grauem HintergrundFahimah Ulfat, Harry Harun Behr (Hrsg.): Zwischen Himmel und Erde. Bildungsphilosophische Verhältnisbestimmungen von Heiligem Text und Geist, Schriftenreihe Graduiertenkolleg Islamische Theologie, 2014.

Das Verhältnis von Text und Geist und die Frage nach dem Menschenbild im Islam waren Thema zweier Symposien am Interdisziplinären Zentrum für Islamische Religionslehre (IZIR) an der Universität Erlangen-Nürnberg, deren Beiträge dieser Band vereint. Er möchte dazu beitragen, islamisch-religionspädagogisches Denken aus der Enge technokratischer Verfasstheit zu befreien und die Beziehung von Islam und Pädagogik interdisziplinär zu vertiefen.

Die versammelten Beiträge verlaufen dabei entlang der Grundlinien christlicher und islamischer Theologie, der Philosophie, der Soziologie und der Pädagogik. Es geht ihnen darum, der Verhältnisbestimmung von Mensch und Gott nachzugehen und die ihr zu Grunde liegenden theologischen, pädagogischen und anthropologischen Bilder ans Licht zu holen, um mehr aus der Tiefe der jeweiligen Traditionen zu schöpfen.

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Buchcover mit grünem Hintergrund, beigem Kreis und schwarzer SchriftReza Hajatpour: Vom Gottesentwurf zum Selbstentwurf. Die Idee der Perfektibilität in der islamischen Existenzphilosophie, Verlag Karl Alber, 2013.

In den letzten Jahrzehnten wurden im westlichen Kulturraum kontroverse Diskussionen um Klonen, Genoptimierung und ähnliche Themen geführt. Dabei ging es um die Würde, das Leben und die Perfektibilität des Menschen, seine geistige und normative Formbarkeit und seine existentielle Machbarkeit. Auch in der islamischen Wissenskultur wurde darüber kontrovers diskutiert. Die Muslime zeigen dennoch eher eine juristische und theologische Vorliebe für das Thema als eine philosophische und ethische. Die vorliegende Studie widmet sich einer philosophischen und ethischen Analyse der Idee des perfekten Menschen im Islam. Sie zeigt, inwiefern und gemäß welchen Wertvorstellungen die Idee der Perfektionierung des Menschen in einem religiösen Menschenbild verankert ist. Es geht dem Autor darum zu fragen, nach welchem Bild bzw. Selbstbild sich der Mensch im Islam als ein der Perfektionierung bedürfendes und zu ihr fähiges Wesen versteht und welchen Idealen zufolge er nach immerwährender Erneuerung seiner Person strebt. Der Autor versucht anhand der Philosophie bedeutender muslimischer Gelehrter die Wertvorstellungen und Ideale aufzuzeigen, die das Selbstbild des Menschen beeinflusst haben und in diesem Sinne die Vorstellung eines »neuen Menschen«, der sich in einem Prozess der Menschwerdung befindet und einem Entwurf der  Selbstvollendung bzw. Selbstperfektionierung folgt, geprägt haben.

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Maha El-Kaisy Friemuth: God and Humans ins Islamic Thought

Winner of The Iranian World Prize for the Book of the Year 2007 in the Philosophy and Mysticism category. Second edition 2011.

The explanation of the relationship between God and humans, as portrayed in Islam, is often influenced by the images of God and of human beings which theologians, philosophers and mystics have in mind. The early period of Islam reveals a diversity of interpretations of this relationship. Elkaisy-Friemuth discusses the view of three scholars from the tenth and eleventh century: Abd al-Jabbar, Ibn Sina and Al-Ghazali, which introduce three different approaches of looking at the relationship between God and Humans.

God and Humans in Islamic Thought attempts to shed light on an important side of medieval rational thought in demonstrating its significance in forming the basis of an understanding of the nature of God, the nature of human beings and the construction of different bridges between them.


Buchcover mit gelber und weißer Schrift auf blauem HintergrundMaha El-Kaisy: The Afterlife of the Platonic Soul. Reflections of Platonic Psychology in the Monotheistic Religions (Studies in Platonism, Neoplatonism, and the Platonic Tradition).

Plato’s doctrine of the soul, its immaterial nature, its parts or faculties, and its fate after death (and before birth) came to have an enormous influence on the great religious
traditions that sprang up in late antiquity, beginning with Judaism (in the person of Philo of Alexandria), and continuing with Christianity, from St. Paul on through the Alexandrian and Cappadocian Fathers to Byzantium, and finally with Islamic thinkers from Al-kindi on.

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